Über GERDA

Was ist GERDA?

GERDA ist die Abkürzung für „Geschützter e-Rezept-Dienst der Apotheken“ und ist ein speziell gesicherter Speicher, der von Arzt/Ärztin, Patient/in und Apotheke bedient werden kann. Ärzte/innen können elektronische Rezepte (eRezepte) ausstellen und verschlüsselt an GERDA senden.

Da zu Beginn nur Apotheken in der Region Stuttgart und im Landkreis Tuttlingen an GERDA teilnehmen, ist es erforderlich, dass die Patienten/innen in einer dieser Regionen wohnen.

Wer steht hinter GERDA?

Landesapothekerkammer und –verband Baden-Württemberg haben GERDA im Jahr 2018 ins Leben gerufen. Seitdem wurde GERDA gemeinsam mit dem technischen Dienstleister NGDA (Netzgesellschaft Deutscher Apotheken mbH) geplant und realisiert. GERDA wird durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg unterstützt und mit rund einer Million Euro gefördert.

Durch die führende Rolle der Landesapothekerkammer und des Landesapothekerverbandes bei der Einführung des eRezeptes in Baden-Württemberg ist sichergestellt, dass das eRezept nicht in die Hände von Marktteilnehmern fällt, bei denen wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund stehen.

Wozu wird GERDA benötigt?

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet weiter voran. Doch die Therapiemöglichkeiten bei den telemedizinischen Behandlungen der Ärzte/innen sind derzeit noch begrenzt. Grund hierfür ist unter anderem, dass Ärzte/innen im Rahmen der Fernbehandlung bislang kein Rezept ausstellen konnten. Damit Patienten/innen im vollen Umfang von innovativen Angeboten wie der Telemedizin profitieren können, hat die baden-württembergische Apothekerschaft die Einführung des elektronischen Rezeptes umgesetzt. Die Gesetzlichen Krankenkassen in Baden-Württemberg sind in das Projekt genauso eingebunden wie die technischen Dienstleister des Systems docdirekt und die der Apothekerschaft.

Bei GERDA entscheidet der/die Patient/in, was mit seinem/ihrem eRezept passiert. Das bedeutet er/sie entscheidet, an welche teilnehmenden Apotheken das eRezept gesendet wird. Die Daten werden dabei durch ein hochsicheres Verschlüsselungsverfahren geschützt.

Es ist wichtig, dass mit GERDA ein einheitliches System durch neutrale Akteure und unter staatlicher Kontrolle auf dem Markt ist. Außerdem entsteht durch GERDA eine einheitliche Schnittstelle für Ärzte/innen und Apotheken.

Bei der Entwicklung von GERDA wurden von Beginn an die geplanten Voraussetzungen für eRezepte in der Telematik-Infrastruktur berücksichtigt.

Kontakt

Ansprechpartnerin bei allgemeinen Fragen zum eRezept

Stephanie Köppinger
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Landesapothekerkammer Baden-Württemberg
Villastraße 1
70190 Stuttgart

Tel.: 0711 99 347-50
Fax: 0711 99 347-42
E-Mail: stephanie.koeppinger@lak-bw.de